Es gibt verschiedenste Honigsorten, die sich in der Bezeichnung, Geschmack, Optik, Geruch und auch Konsistenz unterscheiden. Es gibt Honigsorten, die bleiben ewig flüssig. Diese sind meist in den Supermärkten anzutreffen, da diese erhitzt wurden. Sie stammen auch aus nicht Europäischen Ländern. Ein Honig in Deutschland hergestellt, wird auch so deklariert sein. Flüssig bleibt nur der Akazienhonig mit einer sehr hellen bis weißlich durchsichtigen Farbgebung. Die anderen Honigsorten kristallisieren früher oder später aus. Das ist ein normaler Prozess und liegt am unterschiedlichen Zuckeranteil im Honig. Es gibt Honigsorten mit einem hohen Glukoseanteil wie es beim Raps- oder Löwenzahnhonig der Fall ist. Hier kristallisiert der Honig so schnell, dass dieser schon nach wenigen Wochen komplett hart ist. Der Imker unterbricht diese Eigenschaft, indem er diese Honigsorten cremig rührt. Dann ist der Honig nicht mehr in flüssiger Form erhältlich, aber streichfähig.

Honigbezeichnung

Die Honigbezeichnungen sind streng geregelt. Ein Honig darf nur ein Sortenhonig sein, wenn er mindestens 60% Trachtanteile der jeweiligen Bezeichnung enthält. (Je nach Honigbezeichnung kann dieses Variieren)! Zu 100% kann eigentlich kein Sortenhonig sein, da die Bienen auch andere nektarspendenden Pflanzen anfliegen. Neben Nektar gibt es auch noch Honigtau. Diesen sammeln die Bienen von Läusen, die sich meist an Bäumen am oder im Wald befinden. Hierzu gehört z.B. der Waldhonig oder der Waldblütenhonig. Die Honigsorte ist also eine Bezeichnung der angeflogenen Trachtpflanze. Feststellen kann man einen Sortenreinen Honig meist nur im Labor. Hier wird die elektrische Leitfähigkeit des Honigs gemessen der dann entsprechend die typischen organoleptischen, mikro-skopischen und chemisch-physikalischen Merkmale aufweist. Wenn ein Imker sortenreinen Honig produzieren möchte, ist er fast dazu gezwungen mit dem Bienenstand an die typische Trachtquelle zu wandern. Deshalb stellt der Imker seine Bienen meist auch in Rapsfelder oder stellt diese an einen Waldrand um entsprechenden Honig zu erhalten.

Ernährung und Stress

Wir wandern meistens nicht mit unseren Bienenölkern, da wir glauben, dass es Stress für die Bienen ist. Weiterhin ist der Aufwand auch für den Imker größer. Zum anderen möchten wir auf einseitige Ernährung der Bienen verzichten. Das mögen wir Menschen ja auch nicht. Unsere Honigsorten sind aus der Umgebung und aus verschiedensten Trachtpflanzen. Hieraus entsteht dann der beliebte Frühtrachthonig der auf Grund seiner Beschaffenheit von uns cremig angeboten wird. Der Frühtrachthonig besteht meistens aus Obstblüten und Löwenzahn mit Anteilen von Raps. Er ist auch das Ergebnis der ersten Ernte im Jahr.

Sommertrachthonig

Unser Sommertrachthonig hat einen hohen Lindenanteil und bleibt daher lange flüssig. Dieser ist natürlich mit sämtlichem Nektar und Honigtau angereichert und erhält deshalb diese Bezeichnung. Sommerblütenhonig ist nicht gleich Sommertrachthonig. In der Bezeichnung Sommertrachthonig können auch Anteile von Honigtau sein. Bei Sommerblüten sind es überwiegend Nektarpflanzen die den Honig ausmachen. Geschmack und Farbe kann jedes Jahr variieren. Haben wir das Glück und es ist ein Rapsfeld in der Nähe, erhalten wir auch hier den Typischen Rapshonig, der mit unter einer der beliebtesten Honigsorten in Deutschland sind. Dies liegt an seinem lieblichen und milden Charakter.